Was wir machen

Wir, das sind mein Mann Nick und ich, Beate. Andere Helfer haben wir leider nicht. Vergeblich haben wir uns in der Vergangenheit bemüht, ein paar kräftige Männer zu finden, die bereit wären gelegentlich zu helfen bei den schweren Arbeiten an den Ställen und auf dem Grundstück.

Vorrangig für uns ist die Betreuung und Versorgung unserer Gnadenhoftiere, unser Haus, unsere Ställe für die Minischweine und das 15 Tausend Quadratmeter große Grundstück in Ordnung halten, zu Tierärzten und Spezialisten mit unseren Gnadenhoftieren fahren, Futter, Katzenstreu und Stroh einkaufen.

Zusätzlich bemühen wir uns Vermittlungshilfe zu leisten für Personen, hauptsächlich in unserer Region, die ihre zumeist alten oder kranken Tiere abgeben wollen oder müssen. Das ist sehr arbeits- und zeitintensiv, denn es beinhaltet zu diesen Privatpersonen fahren um Fotos der Tiere zu machen und um sie anzusehen bezüglich ihrer Verträglichkeit und Gesundheitszustand. Wenn die Tiere offensichtlich unterernährt oder sehr krank sind, lassen wir sie, bevor sie abgegeben werden sollen, von Tierärzten untersuchen. Außerdem führen wir mit den Besitzern abzugebender Tiere und Interessenten viele ausführliche Telefongespräche, um ein geeignetes Zuhause zu finden. Wir machen dann die Vorkontrollen und gelegentlich, wenn die Eigentümer dazu nicht in der Lage sind, holen wir die Tiere ab und bringen sie in ihr neues Zuhause, wobei die Eigentümer immer selbst entscheiden können, an wen sie „ihre“ Tiere abgeben.

Wir haben auch einige kranke Tiere bei uns aufgenommen, deren Besitzer nicht in der Lage waren, die notwendigen tierärztlichen Untersuchungen oder Operationen zu bezahlen, oder aufgrund einer bestehenden Inkontinenz eine Vermittlung nicht möglich war.

Dazu kommt noch die gesamte Internetarbeit, Betreuung unserer HP und FB Seiten, Fotos bearbeiten, Texte schreiben und anderer Schriftverkehr.

In unseren Bemühungen alten und kranken, in Not geratenen Tiere zu helfen, arbeiten wir mit mehreren anderen Tierschutzorganisationen zusammen.

Unser Gnadenhof ist zugleich ein Hospiz für Tiere, die wir hier bis zu ihrem Lebensende begleiten. Für viele der Tiere bedeutet die Aufnahme auf unserem Gnadenhof eine Sterbebegleitung. Diese Tiere, die niemand mehr haben will, haben oft nur noch eine Lebenserwartung von einigen Monaten. Die kurze Zeit, die ihnen noch verbleibt, für sie lebenswert zu gestalten, ist eine unserer Hauptaufgaben. Hier leben die Tiere in Gemeinschaft mit Menschen und Artgenossen. Hier gibt es keine Zwinger. Haus und Grundstück stehen ihnen uneingeschränkt zur Verfügung.

Viele der Tiere sind extrem unsicher und ängstlich Menschen gegenüber wenn wir sie aufnehmen. Sie können uns nicht sagen, was sie alles durchgemacht haben und ertragen mussten. Dann ist es außerordentlich hilfreich, dass sie sich an den anderen Hunden orientieren können. So lernen sie, dass sie den Menschen hier vertrauen können. Oft dauert es eine lange Zeit, bis die seelischen Wunden heilen und diese Zeit geben wir ihnen. Andere alte und kranke Tiere, die aufgenommen werden, haben bereits Krebs, Arthrosen und Bänderrisse, leiden an einer Herzschwäche oder haben andere schwere Erkrankungen.

Auf unserem Gnadenhof leben Hunde, Katzen und Minischweine. Auch viele ehemalige Labortiere, bzw. Versuchstiere haben wir bei uns aufgenommen. Mehrmals haben wir vorübergehend Labor-Schafe aufgenommen, bis wir sie vermitteln konnten. Laborhunde und einige Labor-Minischweine haben hier ein dauerhaftes Zuhause gefunden. Unsere Minischweine haben ihre festen Ställe. Aber auch sie haben ebenfalls freien Zugang zum gesamten Grundstück und sind nicht in winzigen Gehegen eingesperrt.

Andere Labortiere, die sogenannte „Nutztiere“ sind, wie Schafe, Minischweine, Tauben, Hühner und ein junges Rind haben wir nach Freigabe der jeweiligen Labors direkt vermitteln können.

Wir machen keinen Unterschied zwischen inländischen und ausländischen Tieren, die in Not sind oder deren Leben bedroht ist. Weder Menschen noch Tiere können sich aussuchen in welchem Land sie geboren werden.

Wir können auf unserem Gnadenhof nur eine begrenzte Anzahl von Tieren aufnehmen, denn jedes Tier braucht seinen Freiraum und Zuwendung, ein stressfreies Umfeld um harmonisch miteinander leben zu können, gutes Futter und falls erforderlich spezielles Diätfutter und kontinuierliche medizinische Versorgung. Viele der Tiere brauchen teure Medikamente, sowie chirurgische Eingriffe und Behandlungen in Spezialkliniken.

Deshalb bitten wir um finanzielle Unterstützung. Wir haben keine Einnahmen durch die Vermittlung von Tieren. 


Beate Busse

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